Mini-Gugelhupfe mit Schokoglasur aus der Silikonform

Mini-Gugelhupfe mit Schokoglasur aus der Silikonform

Bisher dachte ich, dass meine Backformsammlung noch nicht zu groß ist, aber die Silikonbackform für Mini-Gugelhupfe habe ich doch tatsächlich fast ein Jahr nicht benutzt. Dabei sind die Mini-Gugelhupfe super schnell gebacken und eine hübsche Kleinigkeit zum Kaffee.

perfekte Schokoglasur mit der Silikonform

Die Silikonbackform kann man dabei nicht nur zum Backen verwenden, sondern auch für die perfekte Schokoglasur. Bisher war ich von der Optik der kleinen Gugelhupfe gar nicht so überzeugt, das feine Muster der Backform ist leider nach dem Backen nicht so deutlich zu erkennen. Nutzt man aber die Silikonbackform anschließend für die Schokoglasur, kommen die unterschiedlichen Formen erst richtig zur Geltung.

Der Weg zur perfekten Glasur ist dabei eigentlich ganz einfach. Das Geheimnis ist lediglich eine Silikonform.

Wichtig ist, dass die Silikonform nach dem Backen gründlich gereinigt wird, damit später keine Schlieren oder Flecken auf der Schokolade zu sehen sind. Die geschmolzene Schokolade oder Kuvertüre wird dünn mit einem Pinsel in die Form gestrichen und die abgekühlten Gugelhupfe werden sofort in die Schokolade gedrückt. Anschließend wird die Silikonform für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank gestellt. Die Mini-Gugelhupfe lassen sich nach der Kühlzeit ganz einfach aus der Form drücken und begeistern mit einer perfekten Schokoglasur.

Die Backform für Mini-Gugelhupfe ist jedoch meine einzige aus Silikon. Alle meine Standardgrößen sind aus Aluminiumguss. Für die Methode eignen sich jedoch ausschließlich Silikonformen, da sich sonst der Kuchen nicht aus der Form lösen bzw. drücken lässt.

Schokolade temperieren

Damit die Schokolade oder Kuvertüre einen schönen Glanz und Knack aufweist, empfiehlt es sich diese zu „temperieren“. Das klingt im ersten Moment schwieriger, als es tatsächlich ist. Zu beachten sind die unterschiedlichen Temperaturkurven der verschiedenen Schokoladensorten. Anfangs habe ich den Fehler gemacht, dass ich die Schokolade im Kühlschrank gelagert habe, aber zum Temperieren sollte diese Zimmertemperatur haben. Auf keinen Fall darf die Schokolade über die angegebene erste Temperatur erhitzt werden, da sie sonst quasi verbrennt und später Schlieren aufweist. Ein Küchenthermometer ist also das wichtigste Utensil.

Temperaturkurven

weiße Schokolade:
1. auf 37-43°C erwärmen
2. auf 25°C abkühlen
3. auf 28°C erwärmen und verarbeiten

Vollmilchschokolade:
1. auf 40-45°C erwärmen
2. auf 26°C abkühlen
3. auf 29°C erwärmen und verarbeiten

dunkle Schokolade/ Zartbitter:
1. auf 46-48°C erwärmen
2. auf 27°C abkühlen
3. auf 32°C erwärmen und verarbeiten

Dieses Mal habe ich die sogenannte „Impfmethode“ angewendet. Dafür wird die Schokolade zuerst grob gehackt, falls sie nicht bereits als Drops gekauft wurde. Vorerst werden 20% der Schokolade beiseite gestellt. Die restliche Schokolade wird auf die erste Temperaturstufe (1.) erhitzt. Hat die Schokolade die Temperatur erreicht, wird die Schmelzschüssel vom Wasserbad genommen und die übrige Schokolade unter gerührt. Sobald die Schokolade genügend abgekühlt ist (2.), wird sie über dem Wasserbad auf die entsprechende Verarbeitungstemperatur (3.) erhitzt und kann sofort verwendet werden.

Übrigens, wenn die Verarbeitung mal wieder etwas länger dauert und die Schokolade in der Schmelzschüssel bereits wieder zu fest wird, kann sie immer wieder auf die entsprechende Verarbeitungstemperatur (3.) erwärmt werden.

Mini-Gugelhupfe mit Schokoglasur

(15 Stück)

75 g Butter oder Margarine
40 g Zucker
1 Prise Salz
1 Ei
90 g Mehl
1 TL Backpulver
1 TL Backkakao
2 EL Eierlikör (alternativ Milch)
1 TL Vanillepaste (alternativ 1 Pck. Vanillezucker)

100 g Zartbitter-Kuvertüre

– den Backofen vorheizen auf 180°C Ober- und Unterhitze
– Butter oder Margarine auf höchster Stufe geschmeidig rühren
– Zucker und Salz unterrühren bis eine gebundene Masse entstanden ist
– das Ei ebenfalls unterrühren
– Mehl mit Backpulver und Backkakao mischen
– die Mehlmischung, Vanillepaste und Eierlikör kurz auf mittlerer Stufe unterrühren
– den Teig mit zwei Teelöffeln in der Silikonbackform verteilen
– auf dem Backblech in der mittleren Schiene für ca. 20 Minuten backen
– anschließend kurz abkühlen lassen und dann aus der Form lösen

– die Silikonbackform gut reinigen und abtrocknen

– die Kuvertüre über dem Wasserbad schmelzen (siehe Tipps zum Temperieren weiter oben) und mit einem Pinsel in die Silikonbackform verteilen
– zügig die Mini-Gugelhupf in die Kuvertüre setzen
– für etwa eine halbe Stunde in den Kühlschrank stellen
– anschließend die Mini-Gugelhupf aus der Silikonbackform lösen

Ihr seid nun auch im Mini-Gugelhupf-Fieber? Dann schaut euch doch auch die Rezepte für Baileys-Mini-Gugelhupf oder Mini-Marmorgugls an.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: