Zebra-Käsekuchen

Wer hat in der Wildnis schon mal ein perfekt gestreiftes Zebra gesehen? Also warum sollte mein Zebra-Käsekuchen perfekt sein? Während der Käsekuchen also im ganzen noch eine Mischung aus Zebrastreifen und Kuhflecken darstellte, überzeugte er beim Anschnitt mit seinen inneren Werten als echtes Zebra.

Für das Zebramuster wird die Quarkmasse geteilt und unter eine Hälfte Kakao gerührt. Die helle und die dunkle Quarkmasse werden dann abwechselnd mit einem Esslöffel in die Mitte der Springform gegeben und verteilt sich von allein. Ich habe jeweils zwei Esslöffel der Quarkmasse je Schicht verwendet, weniger würde ich nicht empfehlen, da die Streifen sonst zu dünn werden und nicht zur Geltung kommen.

Und eins hat mich der Käsekuchen auch noch gelehrt. Auch wenn man denkt, dass man ein Rezept im Schlaf kann, sollte man doch lieber nochmals nachlesen. Ich habe also mein Lieblingskäsekuchenrezept verwendet und vergessen nach dem der Boden vorgebacken war, den Backofen auf 160 Grad herunter zu schalten. Das wurde mir nach etwa 30 Minuten Backzeit bewusst, als ich einen seltsamen Geruch wahr nahm. Also schnell zum Backofen geeilt, einen Blick ins Backbuch geworfen und die Temperatur sofort reguliert. Da waren bereits die ersten Risse im Käsekuchen zu sehen. Da er aber nun schon ein bisschen zu viel Farbe bekommen hatte, habe ich also den Folgefehler begangen, die Backofentür geöffnet und ein Stück Alufolie über die Springform gelegt. Somit war der Traum von einem Käsekuchen ohne Risse und Grater direkt zerplatzt. Zum Glück hat er mir aber ansonsten meinen Fehler verziehen und konnte geschmacklich absolut überzeugen.

Tipps für einen perfekten Käsekuchen ohne Risse:
– Quark und Eier sollten Raumtemperatur haben
– nicht zu heiß backen, lieber bei niedriger Temperatur und dafür etwas länger
– die Backofentür nicht öffnen
– den Käsekuchen im leicht geöffneten Backofen langsam auskühlen lassen

Zebra-Käsekuchen
(Springform 26cm)

Für den Teig
150 g Mehl
½ TL Backpulver
75 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
1 Prise Salz
1 Ei
75 g Butter/ Margarine

Quarkfüllung
3 Eiweiß
200 g Schlagsahne
750 g Quark
120 g Zucker
2 TL Zitronenextrakt
50 g Speisestärke
3 Eigelb
3 EL Backkakao

– Backofen auf 200°C Ober-/ Unterhitze vorheizen
– Mehl mit Backpulver mischen, die restlichen Zutaten hinzufügen und mit dem Rührgerät (Knethaken) oder Küchenmaschine zu einem Teig kneten
– Springform mit Backpapier auslegen
– etwa 2/3 des Teiges auf dem Boden der Springform mit einer kleinen Teigrolle ausrollen oder mit den Händen fest drücken
– den restlichen Teig inzwischen kühl stellen
– den Teig mehrmals mit einer Gabel einstechen und auf dem Rost ca. 10 Minuten vorbacken, danach kurz abkühlen lassen
– Backofen auf 160° Ober- und Unterhitze herunterregulieren
– den restlichen Teig zu einer Rolle formen und an den Rand der Springform drücken (etwa 3 cm hoch)
– zuerst das Eiweiß und danach die Sahne steif schlagen
– übrige Zutaten für die Füllung (außer Backkakao) in einer Schüssel mit dem Schneebesen glatt rühren
– Eischnee und Sahne vorsichtig (ohne zu viel Luft) unterheben
– eine Hälfte der Quarkmasse in eine zweite Schüssel geben, den Backkakao darüber sieben und nochmals mit dem Schneebesen glattrühren
– nun immer in die Mitte der Springform abwechselnd die gleiche Menge (etwa 2 EL oder mehr) der Quarkmasse geben
– zum Schluss die Springform einige Male leicht auf die Arbeitsplatte klopfen, damit sich die Quarkmasse ausgleicht
– die Springform in den Backofen schieben und bei 160° C Ober-/ Unterhitze für 75 Minuten backen
– anschließend den Backofen ausschalten und den Käsekuchen bei leicht geöffneter Backofentür langsam abkühlen lassen
– der Käsekuchen kann bereits am Vortag zubereitet werden und über Nacht in den Kühlschrank gestellt werden

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