cremiger Käsekuchen mit Knusperboden und erster Bloggeburtstag

Erster Bloggeburtstag. Habe ich nicht gerade erst auf den Knopf gedrückt um meinen Blog zu veröffentlichen? Verrückt, dass ich hier bereits seit einem Jahr regelmäßig blogge, obwohl ich vorher so lange überlegt habe, ob ich überhaupt unter die Blogger gehen möchte. In dem Jahr habe ich viel gebacken, fotografiert, Rezepte geschrieben und natürlich Süßes vernascht. Auf meiner Liste kommen trotzdem immer wieder neue Ideen hinzu, darunter sind Klassiker und auch eigene Törtchenkreationen. Selbst wenn ich nur die Rezepte, die ich mit einem Fähnchen in Backbüchern und Zeitschriften markiert habe, nach backen wollen würde, hätte ich sicherlich schon ein ganzes Jahr verplant. Das ist auch so eine kleine Macke von mir, wenn ich ein interessantes Rezept finde, muss ich es sofort markieren, damit ich es irgendwann mal wieder finde. Aktuell bereite ich schon einige Blogbeiträge für Weihnachten vor und ja, ich habe wirklich schon mit den ersten Weihnachtsplätzchen angefangen. Ich hoffe, meine Leidenschaft fürs Backen bleibt mir noch lange erhalten.

Nach einem Jahr ist es auch an der Zeit, einfach mal Danke zu sagen. Danke an alle treuen Leser und natürlich auch an die, die nur ab und zu vorbei schauen oder nur auf der Suche nach einem Rezept auf meinem Blog landen. Danke!

Eure Top 3 im ersten Jahr waren der Pudding-Streuselkuchen, große Heidesandtaler wie vom Bäcker und der Zebra-Käsekuchen. Es wird also auch weiterhin eine gute Mischung aus klassischen Rezepten und neuen Ideen geben.

Heute habe ich einen super cremigen Käsekuchen mit einem Knusperboden dabei. Oder wie ich ihn liebevoll nannte: Käsekuchen Plan B. Eigentlich sollte das Highlight eine Karamellsoße sein. Tja, beim ersten Versuch ist mir das Karamell viel zu dunkel geworden und beim zweiten Versuch war es statt einer Soße eine zähflüssige Masse. Also habe ich mich gegen die Karamellsoße entschieden und Plan B gestartet. Ein bisschen Glitzer-Puder in der Sorte „Kakaogold“ und ein paar Schokoladenblätter mussten dann als Deko herhalten. Irgendwann werde ich mich bestimmt nochmal an Karamell wagen, aber so schnell denke ich eher nicht.

Für den Boden wollte ich mal etwas anderes probieren als Butterkekse. Da ich noch Haferkissen (von Kölln, selbst gekauft) im Schrank hatte, habe ich diese verwendet. Der Boden ist damit schön knusprig und nicht zu süß geworden. Alternativ können natürlich auch Butterkekse verwendet werden, dann sollte aber unbedingt die Butter auf 50 g reduziert werden.

Ich glaube, das war wirklich mein erster Käsekuchen ohne Risse und Krater. Na gut, ein mini-kleiner Riss ist beim Abkühlen im Kühlschrank dann doch noch entstanden, aber er war zumindest nicht wie sonst quer über den ganzen Käsekuchen. Über einige hilfreiche Tipps bin ich mit der Zeit gestolpert, die ich natürlich gerne teilen möchte. Gleich am Anfang sollte darauf geachtet werden, dass alle Zutaten Raumtemperatur haben. Also Quark, Frischkäse und Eier mindestens eine Stunde vorher aus dem Kühlschrank nehmen. Aber Achtung: Die Sahne muss natürlich bis zur Verwendung im Kühlschrank bleiben, sonst lässt sie sich nicht steif schlagen, sondern es entsteht direkt Butter. Die Backofentür sollte möglichst nicht geöffnet werden. Eine Ausnahme ist möglich, wenn zum Ende der Backzeit der Käsekuchen zu dunkel wird, kann man die Backofentür kurz öffnen und etwas Alufolie locker über die Springform legen. Der Käsekuchen mag keine großen Temperatursprünge, deshalb sollte er bei leicht geöffneter Backofentür langsam abkühlen. Damit der Käsekuchen aber garantiert gut gekühlt auf dem Kaffeetisch steht, backe ich ihn immer am Tag vorher und stelle ihn über Nacht in den Kühlschrank.

Hier folgt nun das Rezept für den cremigsten Käsekuchen überhaupt:

Cremiger Käsekuchen mit Knusperboden
(Springform mit Überlaufschutz 20 cm)

120 g Haferkissen, knusprige Cerealien ohne Füllung (z.B. von Kölln)
70 g Butter
175 g Doppelrahm-Frischkäse
500 g Magerquark
30 g Speisestärke
110 g Zucker
1 TL Vanillepaste
2 Eier
20 g Backkakao
120 g Schlagsahne

– den Boden der Springform mit Backpapier auslegen
– die Haferkissen zerkleinern (mit dem Mixer oder in einen Gefrierbeutel geben und zerstroßen)
– die Butter in einem kleinen Topf zerlassen
– die Brösel mit der Butter gut vermischen
– die Bröselmasse in die Springform geben, verteilen und andrücken
– den Backofen auf 180° C Ober- und Unterhitze vorheizen
– Frischkäse, Quark, Zucker, Vanillepaste, Stärke und Eier mit einem Schneebesen verrühren
– etwa ein Drittel der Füllung davon abnehmen, in eine weitere Schüssel geben und mit dem Backkakao verrühren
– die Sahne steif schlagen
– etwa ein Drittel der Sahne vorsichtig unter die dunkle Füllung und den Rest unter die helle Füllung heben
– die Kakao-Füllung auf den Boden der Springform geben und gleichmäßig verteilen
– darauf die helle Füllung geben und glatt streichen
– im unteren Drittel für 60 Minuten backen
– den Backofen ausschalten und bei leicht geöffneter Backofentür den Käsekuchen noch 30 Minuten darin stehen lassen
– anschließend auf einem Kuchenrost auskühlen lassen und dann in den Kühlschrank stellen
– die Springform lösen und den Käsekuchen auf eine Tortenplatte setzen
– gut gekühlt servieren

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